Der Fluss des Qi
- Michael V
- 30. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Sept. 2025
Lena spürte, wie der Druck des Alltags auf ihren Schultern lastete. Die Stadt rauschte um sie herum, eine Symphonie aus Hektik und Erwartungen. Sie sehnte sich nach einer Pause, nach etwas, das ihren Geist beruhigen und ihrem Körper neue Kraft geben konnte.
Eines Nachmittags, als sie durch den Park schlenderte, fiel ihr eine ältere Frau auf, die unter einem alten, majestätischen Baum stand. Ihre Bewegungen waren langsam, fließend und von einer tiefen Ruhe erfüllt, die in starkem Kontrast zur Umgebung stand.
Fasziniert von dieser Gelassenheit näherte sich Lena der Frau. Elara bemerkte sie, lächelte warm und erklärte, dass sie Qigong praktiziere, eine alte Kunst zur Kultivierung der Lebensenergie, des
Qi.
Elara erzählte, dass Qigong sanfte Bewegungen, tiefes Atmen und fokussierte Absicht kombiniert, um Körper und Geist zu harmonisieren und sich mit dem natürlichen Energiefluss um uns herum zu verbinden. Es sei ein Tanz mit dem Leben selbst.
Lena war neugierig und versuchte eine einfache Qigong-Übung mit Elara, konzentrierte sich auf ihren Atem. Sie spürte eine subtile Veränderung, ein Gefühl der Erdung und des Friedens, das sie lange nicht mehr erlebt hatte. Es war, als würde ein leiser Fluss in ihr zu strömen beginnen.
Elara führte Lena an, das „Qi“ – die vitale Lebenskraft – zu spüren, wie es in ihr floss und sie mit der Erde und dem Himmel verband. Sie betonte die Wichtigkeit eines ruhigen Geistes, um diesen Fluss wahrzunehmen.
Lena lernte, dass konsequentes Üben die körperliche Gesundheit verbessern, Stress
reduzieren und die geistige Klarheit fördern kann, ähnlich wie ein sanfter Fluss, der sich seinen Weg durch Stein bahnt.
Elara teilte mit, dass Qigong nicht nur eine Übung, sondern eine Lebensweise ist, eine Philosophie des Lebens in Harmonie mit sich selbst und dem Universum, um inmitten des Chaos Stille zu finden.
Lena setzte ihre Qigong-Reise fort und übte regelmäßig. Sie fand sich widerstandsfähiger, ruhiger und feinfühliger für die subtilen Energien des Lebens wieder. Der Fluss in ihr wurde stärker.
Sie erkannte, dass es beim Qigong nicht um große Gesten ging, sondern um die leise, konsequente Kultivierung des inneren Friedens, einen sanften Tanz mit dem Rhythmus des Lebens, der immer zugänglich war.






















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